Liedtexte vom Album 'Das W e i t e suchen'
1  Des Mea g'hört heut dem Wind

Des Mea g'hört heut dem Wind und er spüt damit wira klans Kind

er blost des Schifferl hin und her ois ob's nur a Blattl wär, ois ob's nur a Blattl wär

 

Des Mea g'hört heut dem Wind und er spüt damit wira klans Kind

wann du zu nah am Ufer stehst, kann's sein dass’d boid untergehst, kann's sein dass’d boid untergehst

 

Des Mea g'hört heut dem Wind und er spüt damit wira klans Kind

söbst wann i a  klanes Fischerl wär, die Wön machn’s Lebn heut schwer,  die Wön machn’s Lebn heut schwer    

 

Des Mea g'hört heut dem Wind und so schnö wia die Zeit verrinnt

trag meine Grüße weit dahin, wo meine Lieben sind, wo meine Lieben sind.

Des Mea ghört heut dem Wind

2  Der Spezialist

Er håt scho immer alles können, åba nix so richtig guad, auf amoi is a zwungan, dass a wås zum Gödverdienen tuat.
Durch die vün Jahre, wird er dann do a Spezialist, kümmert si ned drum, dass scho so vü verkümmert is.

Auf sei Heaz heat er scho lang ned mehr, seine Augn san miad, obwohl jetzt is a wer. 

Er lebt scho immer seine Träume, jetzt wird er langsam wåch, es is Zeit, dass er sei Lebn lebt, er wü traman in der Nåcht.
früher håt er immer ålles können, jetzt nur mehr ans so richtig guad, doch er sehnt si nåch die Dinge, die ma ganz unvollkommen tuat.

sei Heaz pumpert,  er kann des Pumpern hean und aus`n Dunkln stroiht a Påar helle Augnstern.

Er wü des Lebn inhaliern und ned nur funktionieren, die Zügl wieder in der Hand.
Jetzt gspiat er's , es is dafür no ned z'spät

Er war scho immer voller Neugier, manchmal föht der Mut, då is a neicher Weg, und er was der Weg is guad.
Er hat scho immer alles können, darin is er Spezialist, manchmal is a Entscheidung, dass 'd dein Rücksack påckst und gehst.

so wie's Heaz immer weiterschlågt, kannst a vertraun, dass di des Lebn immer trågt

3  Lied vom Süden

Der Storch der håt mi bråcht am Weg vom Süden in den Norden. Er håt nix Foisches gmåcht es is hoit so entschiedn wordn.

Beim Flug håt mir der Wind die ganze Wärme ausgetriebn. Des is vielleicht der Grund für meine Sehnsucht nach dem Südn.

 

Heut, es warat glåcht, kann sich fast jeder Flügel borgen. Nur aus Alu, ohne Federn doch für die Flucht reicht’s aus dem Nordn.

Also auf gehts in den Südn, die kalten Zonen strikt gemieden. Da Winter is ned zu gebrauchn, i såg Adieu zu meine Lieben.

 

Wäu meine Ahnen wårn kane Polarbärn. Wäu auf mir sonst vü mehr weiße Hoar wär’n

und ohne Fö is der Winter ned gsund, ja ohne Fö is der Winter a bissiger Hund

 

Es friern die Händ und des Kreuzweh schreit ganz laut, Schnee rieselt und die Wänd scheinen nie dick genug gebaut.

Draussen nix als wie Grauweißn, ist hier der Jahreszeiten Lauf des Wetter is zum ... wann hört des endlich wieder auf

 

Weiß gekalkte Wänd und sonnengebräunte Haut, Sand rieselt durch die Händ und a Burg ist schnö gebaut

des Meer reißt sie dann nieder, gerne nehm i des in Kauf. A des Glück taucht immer wieder in andrer Art und Weise auf


Des Fliegen wer’ma niemals von den Zugvögeln lernen. Sie leben halt immer a bisserl näher bei den Sternen.
Doch die Kötn zu meidn ist ihre beste Lektion. I pack meine 7 Sachen, der Flieger wartet schon …

Wäu meine Ahnen wårn kane Polarbärn. Wäu auf mir sonst vü mehr weiße Hoar wär’n

und ohne Fö is der Winter ned gsund, ja ohne Fö is der Winter a bissiger Hund

Adieu ...

4  Frau Vogelfrei

Frau Vogelfrei hat ein Geschäft mit Waren aller Art, doch Käfige die sucht man hier vergeblich.

Sie ist beliebt im Dorf und ihre Arbeit ziemlich hart. Der Lohn dafür, der ist nicht unerheblich.

 

Frau Vogelfrei die freut sich sehr auf jedes Wochenende denn da fährt sie auf den Markt im Dorf und dann,

ja dann läuft sie schnurstracks zu Herrn Vogelfang, dem Vogelhändler, kauft alle Vögel, die sie tragen kann

Frau Vogelfrei ist stolz auf ihren Namen, sie lässt alle Vögel wieder frei,

denn kleinen Freunden hilft man, wenn der Käfig drückt,

ist doch selbstverständlich, doch so mancher, hält sie für verrückt.

 

Frau Vogelfrei lässt Vögel frei und die Zeit verrinnt, in ihrem Garten sind sie gerne zu Besuch.

Herr Vogelfang fängt Vögel, die er schon mehrfach fing - verkauft sie ihr - jetzt wagt sie den Versuch.

 

„Herr Vogelfang verstehn sie nicht den traurigen Gesang der Vögel, die sie fangen Tag für Tag.

Was Flügel hat muss fliegen sonst wir es einfach krank was noch dazu kommt, dass ich sie sehr mag."

Frau Vogelfrei ist stolz auf ihren Namen, sie lässt alle Vögel wieder frei.

Herr Vogelfang denkt, "Mag sie mich?" Und ist ganz beglückt.

Es ist ein Missverständnis, doch ab jetzt, da ist er ganz verliebt.

 

„seit Generationen fangen wir die Vögel schonn ich fürchte fast es liegt an meinem Namen 

Ja - sie singen anders, und die Veränderung im Ton war deutlich als sie in den Käfig kamen“

Da macht sie ihm ein Angebot, sie sucht eine Arbeitskraft, im Geschäft, sie würde auch viel Geld einsparen

vom Vogelkauf bei ihm, aber nur wenn er es schafft Netze Käfige zum Müllplatz zu fahren.

Frau Vogelfrei ist stolz auf ihren Namen sie lässt alle Vögel wieder frei

Herr Vogelfang denkt, sie mag mich! Und ist ganz beglückt.

Es ist kein Missverständnis, hält ihre Hand ganz fest gedrückt.

 

Frau Vogelfrei Herr Vogelfang, nicht viel Zeit vergeht schon stehen sie   vor dem Traualtar

Er nimmt ihren Namen an, weil der ihm besser steht und außerdem jetzt nicht mehr passend war

Die Vogelfreis sind stolz auf ihren Namen, denn jetzt sind alle Vögel frei, die auf Besuch zu ihnen kamen

 © Musik & Text: Andreas Nebosis, bei Vollmond am 15.2.2014 in Tausendblum

2  Heazschlåg

© Musik: Andreas Nebosis, Korsika, Sommer 2010    © Text: Andreas Nebosis, 10/2013,

3  Gummibam

© Musik & Text: Andreas Nebosis, 10/11 2016

4  Des Mea

© Musik & Text: Andreas Nebosis, Korsika im Sommer 2014

5  Korsika

© Musik & Text: Andreas Nebosis, Korsika im Sommer 2012

6  Weißer Rabe

© Musik & Text: Andreas Nebosis, 9-10/2015 für  'Stimmen für Menschlichkeit'

7  Leuchtturm

© Musik & Text: Andreas Nebosis, Vollmond 10/11.2.2017

8  Regn

© Musik & Text: Andreas Nebosis, 10./11.4.2014

9  Engl in der Mauser

© Musik & Text: Andreas Nebosis, Vollmond 5.1.2015

In den Himmel einefliagn, i kann di Vögl jetzt verstehn, dabei håb i übersehn, die Flügl san ned meine, es san deine

immer höher san ma gflogn und dabei håst di überhobn
z'erst ganz oben, jetzt am Boden, deine Flügel san nur kleine, ganz feine

jetzt bist a Engl in der Mauser, und i håb Federn di zu verliern
bist a Engl in der Mauser, mit meine Federn kånn ma hålt ned fliagn

alles is verkehrt, die letzten Kräfte aufgezehrt, du brauchst'n Himml, ned die Erd, so ist's bestimmt und ned umgekehrt

bei an Fisch, kanns no a jeder verstehn, kann ohne wasser ned lebn, an Engl ohne Himmel kann ma leicht übersehn
 

jetzt bist a Engl ...

nur die Einsamkeit, heilt das Englfedernkleid, adieu, es tuat ma leid, was nützt dir lieben, ohne fliegen

jetzt bist a Engl nach der Mauser, mit neiche Federn zum Fliagn
brauchst vom Himml amoi a Pause, na dann fliagst hålt auf an Sprung zu mir

10  Leiwander Tåg

© Musik: Andreas Nebosis, Vollmond 23.6.2013, © Text: Andreas Nebosis, 23.7.3013:

11 Wien

© Musik & Text: Andreas Nebosis, 11/12-2017

Liedtexte vom Album 'Ankommen'
1  Tausendblum

Die Sunn versinkt im Meer, die erstn Stern låchn uns an
könnt jetzt für immer då bleibn, owa des Hamweh hoit mi zruck nach Tausendblum

egal wo i gråd bin, egal wie lang i bleib
i brauch meine Leut und meine Freind suachn mi in Tausendblum
 

jedes Ding erzöht a Gschicht, jeder Bam wåchst då mit mir
in unserm Haus steckt vü Heazblut drin,  es steht in Tausendblum

des wår ned immer so, is stü und hamlich in mir gwåchsn
jetzt is groß und i kumm nimmer los, von Tausendblum

was feines auf der Gluat, an Vötliner in der Hand
die Kinder wandern schö langsam aus, wir bleibn zhaus in Tausendblum

da Voimond huacht heit zua, die Gitarr i meiner Hand
da san meine Wurzeln und meine bam, i bin daham in Tausendblum

Du hacklst bis zum Umfoin und denkst da nix dabei
hacklst bis zum Umfoin, fühst di ned wirklich frei
jå du hacklst bis zum Umfoin, und denkst dei wert steigt mitn göd
und wannst dann wirklich umfallst
foit des kaum auf in dera wöd
geh vom Gas, dass d wieder gspiast wia dei Herz schlågt und dass d waßt, was da dei Herz sagt

die Zeit rennt wira Wüde, sie lauft da schon davon
Zeit rennt wia a wüde es dadruckt di da Plafond
die Zeit nimmt jede Hürde, mit die Fiass unter den Armen
am Schluss nimmts da die Würde, kennt da ka Erbarmen

geh vom Gas, dass d wieder gspiast wia dei Herz schlågtund dass d waßt, was da dei Herz sagt

die wöd draht ihre Runden, unbeeindruckt, immer gleich
auf vierazwanzig Stunden hat s den Tåg geeicht
die Wöd draht ihre Runden, uns foit des ned so leicht
draht munter weiter ihre Runden, a wånn der letzte Mensch si schleicht

geh vom Gas, dass d wieder gspiast wia dei Herz schlågtund dass d waßt, was da dei Herz sagt

Da oide Gummibam bei mir daham is traurig wäu seine Blattln so staubig san
und er tramt von an woarmen südlichn Regn, er kann vor lauter Staub die Sunn nimmer sehn
jå er is für sei Oita wirklich ziemlich kla, vüle  Blattln san göb auf m oidn Gummibam
Hol ma a lauwarmes Wasser wasch die Blattln zärtlich å
denk ma da fühlt er si glei besser a frische Erdn kriegt er a no
doch der oide Gummibam wird immer sentimentaler
die Sunn steht im Südn aber er wirkt immer fahler

Der oide Gummibam er schaut mi traurig an, er fühlt si ned wohl bei mir daham
er sehnt si nåch seim großn Mutterbam, nåch dem Land, wo die Gärtner eam ågschnittn ham
Nach di Vögl, die auf eam die Jungen großgezogen, und nach m Wind, ja vor dem hat er si ehrfürchtig verbogen
muss ned lang überlegn, pack dann a paar Sachn zsamm - die Badehosn, s Zahnbürschtl, ja und den oidn Gummibam
und jetzt fahr ma voller Sehnsucht zu zweit in den Südn. I bin jetzt wieder zruck, er is untn bliebn

Der oid Gummibam steht nimmermehr bei mir daham

I muass ned schwimmen, muass ned segln, des Soiz is ned so meins,

des ålles låsst si regln, wånn i s nua hea, des Mea, wånn i s nua schau, des Blau

brauch ka Yacht mit Kajütn, ka Hotö am weißn Strand, i kehr zurück zu meiner Mittn
wånn i s nua hea, des Mea, wånn i s nua schau, des Blau
 

håb scho zu lang dei Rauschn ned g'heat, föht ma da Klang, und i gspia mi nimmer mehr
jetzt fåhr i weg, so schnö wie's geht, gibt kan Grund, dass i no wart
i brauch nua an ruhign Ort wo i s hea, des Mea, wo i s schau, des Blau

ganz egal bei wöchn Wetter, ob der Regen mi zerzaust, doch bei Sunn is' einfach netter
wånn i s nua hea, des Mea, wånn i s nua schau, des Blau
für di Nacht such i an Plåtz, wo nua die Stern geduldet san, wäu es is mei größter Schatz
wånn i s nua hea, des Mea, wånn i s nua schau, des Blau

hab scho  zu lang dein rauschn ned g'heat ...

Da Winter wår vü zu lang, Leut san grantig die Kinder krånk und der Regn gibt uns ålln den Rest
måch flott dein oidn Campingwågn, es wårtn scho sonnige Tage fahr in' Südn, wo si's leichter lebn låsst
Endlich am Schiff, taucht am Horizont a Gemälde auf, jeder Pinselstrich,  gekonnt,  Gebirge des si im Meer verlauft

 

Korsika, Korsika, du hast mei Sö ausborgt, lasstas nur zaghaft los
Korsika, Korsika, håb's wieder, wohlversorgt aber die Sehnsucht bleibt groß

petit dejeuner, Wåldhonig, Maronicreme, croissant avec cafè au lait
unter Platanen in Nonza, wie jedes zweite Jahr geht dei wüder Duft in unsre Nåsn auf

kristallklåres Wåsser, im roten Granit der schenste Platz wo i gern schwimm
oder am Süwastrand, nur du kummst mit, wieder Zeit für an neichn Beginn

Korsika, Korsika, du hast mei Sö ausborgt, lasstas nur zaghaft los
Korsika, Korsika, håb's wieder, wohlversorgt aber die Sehnsucht bleibt groß

Korsika, Korsika, du hast mei Sö ausborgt, jetzt kommts z Fuaß zruck
Korsika, Korsika, i kumm wieder, sei unbesorgt - brauch di fia mei Glück

Ein weißer Rabe schlüpft aus seinem Ei
sein Raben-Ei war schon weißer als die andern drei
die Rabeneltern – keine Rabeneltern sind.
es wächst behutsam auf, das weiße Rabenkind.


doch in der Rabenschule fängt die Misere an,
weil ein Rabenschüler doch nicht weiß sein kann.
er stürzt sich in den Schornstein rein kommt rabenschwarz heraus
Welch ein Segen, doch der Regen wäscht ihn grau, dann wieder weiß

Keine Gande - Unglücksrabe

Der weiße Rabe hat keinen schwarzen Freund
fliegt weit hinaus in den Schnee, dass niemand merkt, wenn er weint
Im Rabenwald ganz hinten, sieht er die Rabenjäger
sie laden ihre Flinten, es zittern seine Federn

Weißer Rabe kann im Schnee unsichtbar sein
mit aller Kraft, so schnell er kann, kehrt er zum Rabenbaum heim
und er landet auf dem höchsten Ast, krächzt die Gefahr heraus
sie fliegen los in großer Hast, die Geschichte geht gut aus

welche Gnade, dass es Dich gibt, lieber kleiner weißer Rabe
Jammerschade, dass Du uns verlässt, lieber kleiner weißer Rabe
Es gibt so viele 'weiße Raben' in unsrer bunten Welt
weil für manche der Bewohner nur schwarz oder weiß zählt

Am Ende der oid Wöd, ham's eam aufegstöd
Er war der erste freundliche Gruß nåch ana langen Fahrt übers Meer
A Bollwerk stoiz am Fels, des Signallicht hell und klår
ned des Meer, na der Fortschritt håt eam bogn, nix is mehr wie's wår

A Glockn muss schlågn, die Geign muss singen
Alles hat an Sinn in scheinbar leblosen Dingen
Der Leuchtturm in der Nåcht is nur a Turm wann er ned leucht
Früher håt immer er die Seeleut bewacht
aber heut ... mit GPS geht des ganz leicht

Die Sonn find't des går ned schön, kann den Leuchtturm gut versteh'n
Wannst nimmer strahlst, dann kommt des schwårze Loch
sie wü sei Schicksal noch amal drehn
und schickt den stärksten Sonnensturm seit über hundert Jåhr
GPS is plötzlich nutzlos wordn, 's is wieder so wie's früher wår

A Glockn muss schlågn .........


Kapitäne hilflos am Meer, ja der ganze Schiffsverkehr
treibt angstvoll, orientierungslos, sehn die Küste nimmermehr
Der Leuchtturmwärtersohn, der Vater in Frühpension hat als Kind von eam jeden Handgriff glernt,
nach ana hoibn Stund strahlt der Leuchtturm schon


A Glockn muss schlågn, die Geign muss singen
Alles hat an Sinn in scheinbar leblosen Dingen
Der Leuchtturm heute Nåcht is a Segn, wäu er wieder strahlt
jetzt håt er wieder die Seeleut bewacht
und des bleibt a so ... ein für allemal

Regn, verzaubert des dürre Land, wåscht von di Bam des Laubgwand, målt die Wiesn wieder bunt

Regn, i renn ausse, nehm di bei der Hand, die Erdn wår scho gånz verbrannt und trockn wår mei Mund

du riachst so guad, du klingst so fein, und wann du foist schlåf i gern ein
tram von an tropfn aufm Weg von Tausndblum zum Schwårzn Meer

Regn, so lang hamma scho auf di gwart, des Land wår scho brettlhårt und die brunnen san leer

Regn, bis in die Gegenwårt håst du di aufgspårt aba jetzt bist die Feuerwehr


Regn, ålles Guade kummt von oben hast ålle not da drunt behoben a andre freun si wånn du foist

Regn, jetzt is gnua kumm måch an Bogen, 'bitte bleib' warat glogn måch wieder platz für die Sunn

du riachst so guad ....

I füh mi seltsam ausgeruht. Der Kaffee schmeckt ma heut so gut
wäu heut  Nåcht, da bin i g'flogn mittn durch an Regnbogn, es kocht des Abenteurerblut

Vogerln zwitschern heut so schee, 's wira Möhspeis für die Söh
und die Wolken måln a Gsicht, des erzählt die Gschicht, dass ma uns wiedersehn

leiwand is der Tåg, ganz genauso wie i s mog, tuan ohne denken, dem andern si schenken, ka Zeit um irgendetwas zu bereu'n,
leiwand is der Tåg, ganz genauso wie i s mog, Kuss ohne küssen, si ned verdrah'n müssen, einfach übern Anderen freuen

Minuten rennen heut so schnell, dass i die Zeit am liebsten z'rückstell
zuerst hab i s zöd, jetzt lass i s bleibn, genieß und låss mi treiben, wira Kind im Karussell

i find, du schaust heut anders aus, aus deine Augn då strahlt die Sonn heraus
kumm, flecht mit mir an Zopf, die Wöd steht für mi Kopf, wie bei der Fledermaus

leiwand is der Tåg, ganz genauso wie i s mog ...

Wien, es håt lang dauert, aber jetzt håst dei eignes Lied von mir
wäu wann i ehrlich sein muass gibts no Vüles, wås i von Dir gspia
Håb di no dreckig erlebt und stingat, als Kind håb i di ned mögn
aber heut ziag i den Huat vor dir

Wien, håst vüle Gschichtn zum dazöhn, die Klischees san so bunt
wie die Hundertwossa-Hittn, wo's dein Dreck verhaazt
wie die Schindln vom Steffl, oder die Gsichter am Gråbn
Sogar dein Klang hat  Fårben, mit denen Du di spüst

Die Geign voller Melancholie, im Woizatakt dei grantiges Genie
ja und dei schlamperte Lebensart
war'n scho immer, deine, a meine, Lebens-Philosophie

Mei Urgroßvoda wår Saloncapellmeiter, geborn im Wiener Pråda, seine Großeltern san ausgwandert aus Mährn
Wirtschaftsfüchtling würd ma heute sågn, doch schon vor 200 Jåhr kunnt ma si anders afoch ned ernährn

Wien, Du bist anders, warst schon immer a Melange doch dunkle Schåttn holn di immer wieder ein
Bitte erspår uns des in Zukunft, bleib auf an gradn Weg du wirst immer a Schmöztiegl bleibn


Die Geign voller Melancholie, ...
 
Warum ned a Glaserl Wein, miassn ja ned glei vier Viertln sein
sonst werma weinerlich widerlich wienerisch unser Söbstmitleid måcht dann ålle narrisch

Wien, vüles laaft gmiatlich, dei Uhr a Heaz des manchmal holpert
doch irgendwånn schlågts, wånns muass, a wieder gschwind
bist ned freundlich, wannst dann stolperst doch im Kern bleibst immer waach
wia da Dotter der vom Buttersemmal rinnt

Die Geign voller Melancholie, ...